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Traumdeutung – Historischer Abriss

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Als Traumdeutung bzw. Oneirologie bezeichnet man die Auslegung der im Traum erlebten Handlungen, Gefühle, aber vor allem Bilder. Dahinter versteckt sich oft eine wichtige symbolische Nachricht unseres Unterbewusstseins, die erforscht und gedeutet werden kann. Mit der Traumdeutung beschäftigt sich die Menschheit seit Jahrtausenden. Schon im alten Ägypten legten Pharaonen sehr großen Wert auf die Traumdeutung. In der Antike beschäftigte sich Aristoteles intensiv damit. Er behauptete, durch das Hineinsehen in das eigene Wesen würden Botschaften übermittelt, die einen göttlichen oder dämonischen Ursprung haben. Im Mittelalter wurden Träume als Verführung Gottes deklariert und man sollte sich auf gar keinen Fall davon verleiten lassen. Im 18. Jh. wurde die Traumdeutung als Aberglaube und Scharlatanerie abgetan. Erst während der Romantik hat man sich wieder der Traumdeutung geöffnet und Träume als Ausdruck eigener Empfindungen und Gefühle verstanden. Die ganz große Wende erfuhr die Traumdeutung Ende des 19. Jh., als der berühmte österreichische Psychoanalytiker Dr. Sigmund Freud sich intensiv damit ibeschäftigte. Er verschaffte der Traumdeutung eine wissenschaftliche Geltung, auf seine Publikationen greift man noch heute zurück. Auch Carl Gustav Jung beschäftigte sich fast zur gleichen Zeit mit der Traumdeutung. Größtenteils teilte er die Auffassung von Sigmund Freud, jedoch mit einigen Unterschieden.